ihr letzter brief.

August 24, 2010 at 4:58 nachmittags (Gedichte und Geschichten)

ich liebe es wenn der tag vergeht in einem letzten wink aus mut. die dunkelheit und die nacht, die sich auf meine seele legt. wie eine schwere decke, die ich nicht von mir reißen kann. ich bekomme keine luft mehr. und warte bis mein körper die starre eines toten annimmt. ich warte auf die kälte die meine glieder durchfährt, weil mein blut nicht mehr schießt und mir keine wärme mehr geben kann. ich warte auf die erkenntnis, das leben ein umstrittenes thema ist. man hat es, man braucht es nicht. es dauert lange es zu erkennen, dass einem das leben zu schwer ist. warum darf man sowas niemals zugeben, man wird dafür gefoltert oder gar bestraft, selbstmord ist strafbar. wie weit kann mir die polizei in die hölle folgen?

meinen totentanz habe ich choreografiert. kraft durch sterben. ich tanze bis ich in einem traum erwache der nun mein leben darstellt. kraft durch tod und kälte. ich bekam keine luft mehr und möchte sie nun auch nicht mehr haben. morbide gefühle durchziehen mich und jagen mir einen letzten hauch angst ein. aber erst wenn die geigen wieder ertönen verlässt mich diese angst . alles verliert seinen sinn.

ich brauche nichts mehr zu empfinden. eine last verloren. ich brauche nichts mehr zu sehen. noch eine last verloren. ich muss nichts mehr hören. noch mehr lasten verloren. und diese waren nur einige. ich bin dem zwang und der unterdrückung des lebens und diesen vielen bahren, verdammten enttäuschungen nicht mehr ausgeliefert! keine fragen mehr, keine angst angst angst! mehr! tod macht frei…es ist zwar ein wenig kalt, ich nehme es als geschenk. es ist die zeit gekommen um zu sterben. heute ist dafür ein schöner tag. der letzte sinn der mir geblieben ist vor meinem tod ist der, der ästhetik. schön sterben , euch nicht so viele trümmer hinterlassen, dass muss ich noch können.

ich werde eine trümmerburg hinterlassen. eure erinnerungen an mich werden die letzten ruinenteile sein. selbst die werden eines tages zerfallen. und ihr werdet sie wegräumen. abreißen. ich werde nicht mehr existieren. das wars nun gewesen. ein letztes würmchen dieser welt wurde von einem großen stein zerquetscht. den stein, den es sich selbst vom himmel rief “so fall auf mich und lösch mein licht” waren meine zauberworte.

ich will kein mensch mehr sein, ich will dieses leben nicht.

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leih mir deine frau aus, dann wird wenigstens dein sohn kein spast.

August 18, 2010 at 8:14 nachmittags (Ich.)

kacken , und der damm reißt. sprechen , und die fresse tut weh. im übertragenen sinne. ich will was sagen aber mit dem bilden der wörter in meinem kopf, kommt ein kotzreiz mir parallel dabei. ich verlerne zu sprechen. meine literarische sommerpause ist bald vorbei . ich werde versuchen, mich mehr nonverbal auszudrücken. anscheinend verlerne ich es gerade von tag zu tag, mich mit gesprochenen worten zu verständigen, den menschen mitzuteilen, was ich eigentlich sagen will. und alle bekommen es in ihren falschen verfickten hals. nur weil ICH es NICHT kann. ich bin so behindert…im wahren sinne! ich bin BEHINDERT! ich kann nicht mehr sprechen…

ach fuck…

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er ist so niedlich :)

Juli 22, 2010 at 6:42 nachmittags (Allgemein)

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von schicksal und wunden und dem fallen

Juli 22, 2010 at 6:38 nachmittags (Ich.)

irgendwie ist das leben in fühlbare etappen unterteilt. immer wieder kommt es zu neuen phasen, neuen abschnitten. und das hinter sich lassen eines abschnittes ist oftmals leider sehr schmerzhaft. und das merke ich auch immer wieder…und ich betrauere immer die vergangenen lebensabschnitte, auch wenn dies nicht klug ist. es ist sehr verletzend…
bilderbuchkino im kopf…immer die schönen ach so tollen zeiten und momente gespeichert im memorystick des langsamen verderbens in meinem gehirn. ich sollte aufhören mir selbst eine bremse zu sein und dauernd vergangenen dingen hinterherlaufen zu müssen. ich weiß, ich habe durch bestimmte umstände ( -.- ) große schwierigkeiten geschehnisse zu verarbeiten…aber lasst mir doch diese macke. ich bin halt nicht perfekt.ich bin krank…
grundlos voller hass zu sein ist ein grausames gefühl. grausamer jedoch ist, wenn einem das gehirn gründe versucht vorzuführen. da merke ich immer wieder, wie kreativ mein geist in der sache ist, mich selbst zu zerstören. ich arbeite gegen mich. ein nicht funktionstüchtiges zahnrad, dass seine zähne zerbricht und immer jedoch weiterfunktioniert. ich muss funktionieren. auch wenn ich sooft gerne mal den ausschalteknopf auf der “leben-tastatur” betätigen möchte. wenn das alles bloss einfach wäre…da fällt mir doch gleich mein lieblingssatz ein: Es ist alles nicht so einfach.
wie wahr, oder?
ich bin tot.
zu gefühlen wohl manchmal nur verkrampft fähig…ich spüre diese verfluchte innere leere in mir aufsteigen, die mich füllt. eine füllende, erstickende, schwarze leere. such den gegensatz im vergangenen satz…bekommst auchn preis.
was ich am meisten hasse? wenn MIR die worte fehlen! worte sind mein ausdruck…meine art mich auszudrücken, mich zu zeigen. und wenn sie mir fehlen? ich ersticke in mir selbst und in dieser völligen inneren verdammten LEERE!

“Nichts kann meine Laune mir verderben, heut ist der schönste Tag um zu sterben
mein Herz wird nicht mehr weiterschlagen, dies sei die Antwort auf all meine Fragen!”

Ich liebe diesen Abschnitt von diesem wundervollen Lied. :D

Stellt ihr euch nicht öfter vor, wohin euch das Schicksal führen könnte? Es ist wie ein Buch…man liest, Seite für Seite. Akzeptiert die Handlung. Man kann sie eh nicht ändern, denn sie ist vorgegeben. An manchen Stellen kann man die folgende Handlung erahnen. Doch wird man oft bitter enttäuscht und fällt quasi ins kalte Wasser. Es ist doch auch im echten Leben oft so. ich finde dies ist ein guter Vergleich.
Ich stehe an einem Punkt an dem im Moment wirklich ALLES so verdammt ungewiss ist. Ich habe Angst vor einem Bruch…ich habe keine Hoffnungen mehr. Ich plane nichts mehr. Ich habe eine Zeit lang alles geplant. Dann kam alles anders. Alles was ich hatte war NICHTS mehr. Schutt und Asche. Wenn nicht mal das…Alles zerstört. Und es tut so unheimlich weh, wenn das nestchen, dass du dir gebaut hast, wo du gedacht hast , es würde ewig halten, wenn dies zerstört wurde. alles weg. nichts mehr da. GRAUSAM! mein herz stand für einige zeit still…es gab nichts mehr, für was es zu schlagen lohnte. und langsam fange ich wieder an zu leben. meine schwarzen glieder bekommen wieder farbe.
ich fange an wieder zu sehen.
aber wirklich jedesmal, wenn es mich so hart trifft, der fausthieb des beschissenen schicksals, sterbe ich ein bisschen mehr ab im inneren. und irgendwann bin ich wirklich tot…

All I gon get is gone with your step.
So tell me when you hear my heart stop , your the only one who knows!
Tell me when you hear my silence.
There’s a possibility I wouldn’t know.

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.

Juli 18, 2010 at 9:08 nachmittags (Allgemein, Ich., Info)

vergiss es
ständig die perfektion finden zu wollen

es gibt sie nicht.

die vielfalt ist das schöne auf dieser welt.

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schön.

Juli 10, 2010 at 2:42 nachmittags (Sonstiges)

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Ein Tanz im Dunkeln

Juli 6, 2010 at 8:01 nachmittags (Gedichte und Geschichten)

ich lache schwach
und hinter mir
hockt das weinen
und wartet auf meinen sturz

mein schwacher tanz
ist schwer wie blei
das tiefe blau
lädt mich ein zum vergießen von tränen

ich habe hier auf dich gewartet
mein herz war reserviert für dich
aber doch wars zu viel des guten

mein tanz nimmt eine ende
meine glieder sinken
in die erde
und die dunkelheit frisst mich
und meine tränen

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micky

Juli 1, 2010 at 7:38 nachmittags (Gedichte und Geschichten)

Meine erste Begegnung mit ihr, nun ich kann schon sagen, dass sie nicht ganz unheimlich war. Aus der Sicht meiner Gefühlswelt. Ich erschrak teilweise vor mir selbst, davor, wie lange ich einen einzigen Menschen so voller Spannung anstarren konnte. Ich sah sie zumal auch nur von ihrer schönen Rückseite. Nie hat mich auch nur ansatzweise die Rückseite eines Menschen so sehr interessiert. Für Außenstehende, für all die unverzückten Menschen um mich herum wäre SIE nur durch einen heftigen Epilepsieanfall aus der Menge gestochen, wäre wohl nur dann aufgefallen. So ganz bewusst. Doch ICH schaute sie an, wie ein Schaulustiger einen heftigen Unfall auf der Autobahn begaffte. Wenn er den überlebte…
Meine Sinne schienen sich fast völlig nur auf dieses Mädchen zu konzentrieren. Mit jedem Moment mehr, an dem ich sie ansah, oder gar starrte, wie schon erwähnt, verspürte ich den Drang sie zu hören. Nur einen einizigen Ton. Sollte ich sie “versehentlich” anrempeln? Ich Idiot, was kommen mir nur für Gedanken…
Aber doch nur dafür, damit sie nur das Wort:”Entschuldigung” sagt, selbst wenn es gar nicht ihre Idee war, eine fremde Person nur aus Gier nach Tönen aus dem Mund anzurempeln. Eine geplante Kollision.
Statt dessen hörte ich nur die lauten Bässe und schrillen Schreie aus ihren Kopfhörern überdimensionaler Größenordnung kommen. Sie mochte harte Töne.
Der Ort des Geschehens ist ein alltagsüblicher Linienbus. Sie stieg seit neuestem, fast jeden Morgen, eine Station nach meiner ein. Sie sagte nie etwas, wenn sie den Bus betrat und an dem übermüdeten, schlechtgelaunten Busfahrer vorbeigeht. Sie zeigt nur ihre Monatskarte, fast provokant, als wolle sie sagen: “Sie her! Ich bezahle, damit du mich in Ruhe einfach nur beförderst!”
Und sie geht weiter. Und setzt sich auf einen Vierersitz. Sie legte immer ihre Füße auf die gegenüberliegenden Sitze. Und ich fing wieder an zu träumen, während ich sie ansah. Zweimal ist es mir schon bereits passiert, dass ich wegen ihr meine Station verpasste und einen halben Kilometer zurückgehen musste um an mein eigentliches Ziel zu kommen. Doch sie war es mir wert. Meiner Schönen. Ich kannte ihren Namen nicht, doch für mich hieß sie Micky. Ihre schwarzen, übergroßen Kopfhörer erinnerten mich irgendwie an Mickey-Maus Ohren. Ich denke diese sind allen bekannt. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht weiter darauf eingehen.
Sie war meine Droge. Allein ihre Gestalt verzauberte mich ungemein. Doch Abends, wenn ich alleine in meinem Bett lag und den Tag in meinem Hirn passieren lies, fragte ich mich, warum SIE mir nicht aus dem Kopf ging. Ich hatte sie noch nie gesprochen, noch niemals richtig vom Profil her angesehen. Sie versteckte ihr Gesicht hinter einer großen, schwarzen und verspiegelten Sonnenbrille. Morgen, ja morgen möchte ich mich trauen mich ihr gegenüberzusetzen. Soll sie doch ihre hübschen Füße auf meine Beine legen, statt auf den hässlichen, zerrupften Sitz. Unwahrscheinlich ist dies zwar, aber ich bin ein Träumer. Ich darf das.

Ich konnte diese Nacht nicht schlafen. Meine Träume waren wirr. Ich sah mich selbst, an einem dunklen Ort. Es war wohl Nacht. Offensichtlich. Kein einziges Geräusch drang in mein Ohr….Nicht einmal ein kleines Sausen des Windes, der anscheinend nicht vorhanden war. Stille. Völlig.
Plötzlich registrierte ich ein Geräusch. Ein knistern…Schritte. Ich öffnete meinen Mund ganz weit um zu schreien, denn ich hatte Angst in diesem Traum, der immer furchtbarer wurde. Ich konnte nicht mehr atmen. Panik durchzog meinen Körper und ich war völlig verkrampft. Ruckartig drehte ich mich um und zwei schwarze Brillengläser starrten in mein Gesicht. Micky! Du bist es!
Doch der schöne Schein trügte…Sie verzog ihr Gesicht und ihr schriller, herzzereißender Schrei folgte mir bis in den Morgen an dem ich schweißgebadet erwachte. Mit Tränen in meinen Augen.
Ein typischer Traum. Wenn ich bloß gewusst hätte welch ein Grauen er prophezeite.

Es folgten Ferien, die gute 2 Wochen dauerten. Ein wenig Erholung, dachte ich mir…Nein. Ein Fehler dies gedacht zu haben.
In den folgenden Tagen plagten mich vermehrt Alpträume. Tagsüber ging mir Micky kaum aus dem Kopf…Ich sah sie überall, Mädchen mit langen dunklen Haaren verursachten in mir förmlich Adrenalinstöße. Ich konnte fast Spüren wie mein Herz immer wieder einen rasanten Sprung machte, wenn ich eine dunke Sonnenbrille sah. Aus dem Haus gehen, wurde für mich zur Tortur. Also schloss ich mich in meinem Zimmer ein. Meine Eltern ließen mich allein, sie waren verreist. So bekamen sie nichts von dem Horror mit, der sich in mir zutrug.
Da ich Micky immer in meinen Träumen sah, schlief ich so viel wie möglich. Ich aß kaum, bekam Kreislaufprobleme, wenn ich nach einem langen Schlaf erwachte. Ich zwang mir Schlaftabletten rein, die ich nach einer Abenteuerreichen Reise zur Apotheke erworben habe. Ich bin noch nie so schnell mit meinem Fahrrad gefahren wie an dem Nachmittag, an dem ich gierig zu dieser Apotheke fuhr, die nur wenige Kilometer entfernt von meinem Heim war. Mit zitternder Hand, bezahlte ich. Einen hohen Preis, wie sich bald herausstellen wird. Zuhause sortierte ich die kleinen weißen Tabletten zu Portionen um sicherzustellen, dass ich den Tag nur mit Schlafen rumkriegen könnte. Mein Magen schrie förmlich vor Schmerz. Kein Schlaf, kein Essen, Chemie im Magen.
Es war immer dunkel wenn ich von ihr Träumte. Es gab Momente, an denen sie einfach nur wunderschön war. Es waren die Bilder , die ich sehen wollte. Meine schöne Micky. Du schöne Bestie. Ich konnte sie im Traum niemals berühren, aber eine Sehnsucht wurde mir erfüllt. Ich durfte ihre Stimme hören. Sie klang engelsgleich , war jedoch immer von einem weinerlichen ersticken erfüllt. Aber ich hörte ihr immer zu. Auch wenn ich nie verstand was sie sagte.
Es gab aber auch Momente, an denen diese Bestie hässlich war. Sie würgte mich, überfiel mich, zerkratzte mein Gesicht. Nach solchen Träumen wachte ich immer weinend und schweißgebadet auf.
Sie schrie, sie schlug, sie peinigte mich. Und ich schluckte und schluckte die Chemie, die mir diesen terrorisierenden Schlaf schenken sollte. Ich wollte sie nur sehen. Auch wenn sie mich fast nur erniedrigte.

Meine Eltern kamen bald von ihrer Reise zurück. Die 2 Wochen waren vorbei und morgen stand der neue Schultag bevor. Ich war gerade dabei, torkelnd aus meinem Zimmer Richtung Bad zu gehen als meine Mutter mich sah und unheimlich erschrak. “Hannes, wie siehst du denn aus? Gütiger Himmel…!”
Typische Worte einer besorgten Mutter. Mehr dachte ich mir nicht. Ich ging ohne ein Wort zu sagen, ohne sie zu begrüßen ins Bad. Ich schaute mich an . Der Spiegel zeigte mir ein Bild von mir. Ich sah aus wie ein Porträt eines traurigen Malers der unheimliche Nächte voller Schlaflosigkeit in einem Menschen darstellen wollte. Ich denke dies hätte er sehr gut getroffen. Meine Augen waren rot, ich hatte Ringe unter ihnen die wirklich schwarz und sehr tief waren. Mein Gesicht war ausgemergelt, ich hatte in den ganzen 2 Wochen überhaupt nichts zu mir genommen. Ich hatte furchtbaren Durst. Ich ernährte mich wirklich nur von Cola und Wasser. Man sah mir dies wirklich an.
Ich übergab mich. Ich kotze mich selbst an und mein Körper kollabierte. Ich hörte meine Mutter im Flur sprechen. “Glaubst du, er nimmt Drogen?” , sagte sie zu meinem Vater. Mich interessierte wirklich nichts mehr. Micky, micky, du Schwein, wie kannst du mich nur so quälen…Ich werde mich rächen.

Ich packte, als wäre nichts gewesen, meine Schulsachen zu Ende und legte meine Sachen für den morgigen Tag zurecht. Meine Mutter wollte mir ausreden, morgen die Schule zu besuchen. Aber es ging nicht in meinen Kopf. So erschöpft wie ich auch war, es war mir so egal. Ich wollte nur Micky im Bus treffen. Ich wollte mit ihr sprechen, warum sie so etwas mit mir tat. Ich wollte mich rächen. Es sollte ein faires Spiel bleiben. Ich möchte sie in ihren Träumen besuchen. Ich werde sie morgen zum schlafen bringen. Ich will IHRE welt zur Hölle machen.

Meine Nacht war wieder sehr anstrengend, trotzdem stand ich voller Motivation auf und machte mich fertig…als sei nie etwas gewesen. Micky , du schlampe. Ich habe viel zu lang auf diesen Tag gewartet.
Es war alles still im Haus und ich schlich in die Küche. Meine Tasche dicht an meinem Körper, bereit um aus dem Haus zu gehen…ich musste nur noch eine Kleinigkeit besorgen. Vater hatte immer in einer kleinen Schublade in einem Holzkasten seine Taschenmesser aufbewahrt. Eins steckte ich ein…es war rot. Diese Farbe fixierte mich für einen Moment. Ich ließ es in meine rechte Hosentasche gleiten. Ich war bereit. Micky, wenn du was falsches sagst, werde ich mich rächen.

Mit starrem Blick ging ich zur Bushaltestelle. Mein Hass auf Micky begann sich ständig zu verdichten. Der Bus fuhr an die Straßenseite ran und ich stieg hinein. Mit einem Inneren lächeln. Ich setzte mich auf einen freien Platz hinter einem vierersitz, da, wo sich Micky immer hinsetzte. Ich spürte das Messer in meiner Tasche. Heut ist ein schöner Tag.

Es ist mir wirklich alles scheißegal. Und dann kam der Moment. Sie stieg ein und tat das, was sie immer zu pflegen tat. Ihre Monatskarte vorzeigen, ihr scheiß Engelsgesicht hinter einer schwarzen Sonnenbrille verstecken und sich auf den Platz vor mir setzen. Lange musste ich mich zusammenreißen und dann traute ich mich endlich. Ich stand auf und setzte mich ihr gegenüber. Leider zu grob stieß ich ihre Füße vom Sitz, worauf sie mich angiftete:” Du Idiot, pass doch mal auf !” Am Ende ihrer beleidigenden Satzes schien sie noch was zu flüstern, was ich leider nicht ganz verstand. Ich glaube sie nannte mich blöder Pisser.
Ich hätte ihr so gern einen Satz gesagt:”Lange hast du mich gequält, dein Herz wird bald nicht mehr weiterschlagen, und dann finde ich die Antwort auf all meine Fragen.” Wie poetisch, denke ich mir.

Ich spürte immernoch das Messer in meiner Tasche. “Micky,…” flüsterte ich. Sie hatte ihre Kopfhörer nicht auf. Sie hörte mich. Und schaute mich schief an. Durch ihre tiefschwarze sonnenbrille. Sie war verspiegelt, ich konnte mein Gesicht in den Brillengläsern sehen. Ich hatte einen wahnsinnigen Blick drauf.
Ich sprang vom Sitz auf und schrie sie an:” Du Schlampe! Was hast du mir angetan!Warum! Warum?!” ich brach in Tränen aus. Die Mitfahrer schauten mich alle an. Teils erschrocken, teils voller abscheu. Wie kann man nur in aller Öffentlichkeit so jämmerlich heulen. Das Messer. Ich spürte es. Ich schob meine Hand in meine Hosentasche. Micky nahm ihre Brille von ihrem Gesicht und starrte mich entsetzt an. Ihr Mund war leicht geöffnet, ich glaube, sie wollte etwas sagen. Ihr Blick war unglaublich.
Ich stammelte irgendwelche Worte und heulte. Das Messer zog ich blitzschnell aus meiner Tasche und lies es aufklappen. Und zeigte damit auf sie. “Du quälst mich jede verdammte Nacht, du Miststück!”, stammelte ich. ” Eyh , Alter, beruhige dich man.” Sie war völlig verängstigt. Und ich voller Hass. “Stirb!” schrie ich und rammte ihr das scharfe Messer in den Hals. Um mich herum verschwamm alles. Ich fiel in Ohnmacht. ich habe meine seele geläutert. Mit ihrem Blut, das aus Strömen aus ihrem hals floss. Klägliche laute kamen aus ihrer durchstochenen Kehle.
Wie schade, Micky. Ich werde wohl nie wieder deine Stimme hören. Wir werden niemals Lieder singen können. Schade um deine Engelsstimme, Micky.

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Backflash and Memories-Hard and Painful

Juni 22, 2010 at 1:33 nachmittags (Allgemein, Gedichte und Geschichten, Ich.)

in den letzten tagen denke ich vermehrt an die (schöne) vergangenheit…ich verzweifle und bekomme auf diese gewisse weise richtig panik. diese endgültigkeit, diese gewissheit, dass all dies wirklich für immer vorbei ist. das ich nie mehr diese zeit zurückholen kann. es ist wie ein richtig fettes, ungeschliffenes schwert das sich in meinen körper bohrt. dieses verlangen ist nicht zu zügeln…einfach die zeit zurückdrehen. doch bleibt immer wieder diese leere. und ich sehe mich, wo ich heute bin. und ich bin nicht zufrieden. ich wollte niemals SO sein! aber es lässt sich nicht mehr ändern… aber an einer sache werde ich immer festhalten. Damals wollte ich niemals ein spießer sein… ich werde es auch nie sein wollen. mein kopf ist sowieso total unnormal, normal zu werden ist unmöglich für mich. Normal. Das wort das so relativ ist wie kaum ein anderes. fuck off…
ich vermisse die zeiten, einige menschen, gefühle und erlebnisse. ich vermisse es abgrundtief. und ich könnte über diesen schmerzlichen verlust meines unbeschwerten seins unglaublich lange weinen.tagelang vielleicht sogar. es tut so verdammt weh. wenn irgendeiner von euch dies bloß nachfühlen könnte. es ist wie ein freund, der gestorben ist. ich gewöhne mich an den schmerz. aber ich werde niemals über seinen tod hinwegkommen. ich habe fast alles verloren, was mich je gehalten hat und wirklich glücklich machte. dieses unbeschwerte sein. so sein zu können, wie man wirklich wollte. alles nur noch eine begrenzte möglichkeit. pflichten hier, pflichten da. arbeit ,arbeit , arbeit!!! ich hasse diese scheiss ARBEIT! ich habe erst letztes jahr angefangen, richtig zu arbeiten und werde 33333 kreuze machen, wenns endlich vorbei ist und ich wieder zur schule gehen kann…ich habe die nase voll, meine kostbare lebenszeit mit einer dummen pflicht zu bestreiten, die mir geld einbringen soll damit ich klarkomme im leben! wie pervers ist das? wir leben auf mutter erde, die nach meinen ersehen, garantiert nicht geplant hat, das wir affen uns unser leben irgendwie verdienen müssen? wir haben doch heutzutage echt kein leben mehr, wenn wir kein geld haben!unglaublich sowas! ich sollte aufhören mich darüber aufzuregen…es bringt doch nichts. niemand erhört mich. nur ihr, schlauen menschen vor den bildschirmen lest euch vielleicht diesen verzweifelten text durch. ich will eine zeitmaschine.

als krönender abschluss, ein nettes gedicht von mir. Nett = verzweifelt .

Titellos.

Ich fühle mich sehr einsam
und denke an jeden früheren Tag
und an das alles,was mich jemals gehalten hat

Was gestern war verfolgt mich heut
und lässt mich nicht mehr los
diese Leere und die quälende Ruhe
nach dem schönen Sturm
zerfrisst mich und lässt das Licht in mir erlöschen

Ich verliere mein Gesicht
Ich weiß nicht mehr wer ich bin
früher hatte ich meinen Platz
und das Leben war noch voller Gewinn

Gestern, gestern, es ist so schmerzhaft!
Es lebt doch nur noch in meinem Kopf…
wenn ich an früher denk´
wünsch ich mir mein Licht zurück
Denn heute liebt mich nur noch
der Schatten meiner selbst

Es gibt eine Person die ich sehr stark aus früheren Zeiten vermisse….dir widme ich das obige Lied. Ich vermisse dich.

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ein lied das zu meiner stimmung passt…

Juni 1, 2010 at 6:33 nachmittags (Ich.)

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